Optimale Kanaleinstellungen per Vorhörfunktion finden

Gestern hatte ich (tatsächlich das erste Mal!) eine Idee, wie man live “unhörbar” für den Zuhörer mit dem EQ (Kompressor/Gate/…) einzelner Kanäle herumprobieren kann. Manchmal gerät man ja in so Situationen: man denkt, dass z.B. der EQ nicht optimal ist, schreckt aber vor zu massiven Änderungen zurück (z.B. wenn man mehrere Bänder gecuttet hat und am liebsten neu beginnen möchte) um den Zuhörer (oder die Monitore!) nicht zu erschrecken.

Habe das Ganze  live noch nicht ausprobiert, sollte das aber beim nächsten Mal tun. 🙂

Eigentlich ist das Konzept ganz einfach:

– einen “CUE” / Vorhör-Bus einrichten (am einfachsten wohl per Aux/Mixbus/Monitorweg)

– diesen Vorhör-Bus natürlich NICHT auf den Stereo Bus routen.

– Signal(e) zum CUE-Bus schicken

– Bus mit dem Kopfhörer (AFL/nach dem EQ/den Dynamics) vorhören

– Mit EQ / Kompressor / Gates / … des Vorhör-Busses herumprobieren bis man was schönes gefunden hat.

– gegebenenfalls (per Solo-Schalter) mit dem Original-Kanal vergleichen

– Einstellungen per copy&paste zum entsprechenden Kanal kopieren, oder manuell rekreieren

Alter Hut? Gute Idee? 🙂

Mixing with the Attack Principle

Bin gerade mal über ein Video gestolpert, was ich vor einiger Zeit entdeckt habe.
Schaut mal rein.

Das Prinzip lässt sich natürlich auch hervorragend live umsetzen. Dabei kann man natürlich die “Attack” auch in etwas längeren Zeitabschnitten denken. Ich benutze es zum Beispiel sehr gerne für Vocals oder für (längere, oder im Hintergrund passierende) Solo-Teile, allerdings lässt sich so auch klasse die Aufmerksamkeit auf subtilere Parts (wie z.B. Percussion) lenken. Der Vorteil ist natürlich, dass die Zuhörer live auch Zuschauer sind. Sie sehen die Akteure und die Instrumente. So funktioniert das Prinzip live fast noch besser: sobald der Fokus auf ein Instrument gelenkt ist, kann man ja sehen, was dort passiert. So muss man es unter Umständen noch weniger hören. Es lohnt sich in jedem Fall hiermit mal zu experimentieren. Welche zusätzlichen Abwandlungen dieses Prinzips könnte man live nutzen?