Die Wurst

Wer’s noch noch nie getan hat: bitte unbedingt mal ein Wurstmikro probieren (Begriff und Technik gehen auf Moses Schneider zurück).

Prinzip ist einfach: ein Mikro, das sich das komplette Drumkit “von innen” reinzieht. Kanal wird sehr hart komprimiert und dann dem Rest zugemischt.

Gestern mal wieder probiert, wie siehe Bilder. Neben dem ganzen netten Schmutz super Hihat- und Teppichsounds. Eigentlich das bessere Overhead. Behalte ich erst mal so bei. :)

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x32-Android-Fernbedienung

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Wo die eigentliche Firma nicht schnell genug ist, hat sich davidgiga1993 hingesetzt und eine Android-App gecodet.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.davidgiga1993.mixingstation

Habe es gerade mal ausprobiert, und trotz einer kleinen Warnung wegen meiner veralteten Firmware funktioniert alles was ich gerade mal so trocken getestet habe.

Freu mich und werde es am Wochenende mal unter Live-Bedingungen testen. 🙂

Vielen Dank!! Bin schon gespannt auf die weiteren Versionen! 

Snares aus der Zukunft

futuresnareHabe neulich mal herausgefunden, was man mit der regelbaren “Precompression” (=Lookahead) von Reapers ReaComp so anstellen kann.

Demonstriere das hier mal anhand eines Livemitschnittes, den ich gerade mische. Da hatte ich das Problem, dass die (eigentlich toll gespielte) Snare bei manchen Schlägen doch ziemlich (unter den Gesang und die Gitarren) abtauchte. Wollte nicht zu viel (hörbar) komprimieren, deshalb mal mit dem ReaComp rumgespielt. Was passiert: der Kompressor denkt, die Snare wär schon da, regelt runter, dann kommmt die Snare. Sprich: die Hüllkurve wird so gut wie gar nicht beeinflusst, der Kompressor funktioniert hier wirklich eher wie ein Fader. Hörts Euch mal an:

Das ist ein kurzer Ausschnitt aus der trockenen Snare-Top-Spur. Jeweils viermal geloopt, ohne Bearbeitung, EQ, Effekte o.ä., nur der Reacomp und ein Gate, zur Kontrolle was passiert.

Trocken

Trocken + Gate

Kompressor (PreComp)

Kompressor + Gate

Was hat das ganze mit Livemischen zu tun? Man kann so natürlich Livemitschnitte bearbeiten, wie oben beschrieben, aber die Methode funktioniert für mich so gut, dass ich echt überlege, diese mal in meinem Pult nachzubauen. Man kann ja einfach einen unverzögerten Kanal als Steuerung für den Kompressor eines (um einige ms) verzögerten Kanal nehmen. Müsste doch gehen 🙂

Original images by “bigdrumthump” and “qingqing3” THANKS!

Optimale Kanaleinstellungen per Vorhörfunktion finden

Gestern hatte ich (tatsächlich das erste Mal!) eine Idee, wie man live “unhörbar” für den Zuhörer mit dem EQ (Kompressor/Gate/…) einzelner Kanäle herumprobieren kann. Manchmal gerät man ja in so Situationen: man denkt, dass z.B. der EQ nicht optimal ist, schreckt aber vor zu massiven Änderungen zurück (z.B. wenn man mehrere Bänder gecuttet hat und am liebsten neu beginnen möchte) um den Zuhörer (oder die Monitore!) nicht zu erschrecken.

Habe das Ganze  live noch nicht ausprobiert, sollte das aber beim nächsten Mal tun. 🙂

Eigentlich ist das Konzept ganz einfach:

– einen “CUE” / Vorhör-Bus einrichten (am einfachsten wohl per Aux/Mixbus/Monitorweg)

– diesen Vorhör-Bus natürlich NICHT auf den Stereo Bus routen.

– Signal(e) zum CUE-Bus schicken

– Bus mit dem Kopfhörer (AFL/nach dem EQ/den Dynamics) vorhören

– Mit EQ / Kompressor / Gates / … des Vorhör-Busses herumprobieren bis man was schönes gefunden hat.

– gegebenenfalls (per Solo-Schalter) mit dem Original-Kanal vergleichen

– Einstellungen per copy&paste zum entsprechenden Kanal kopieren, oder manuell rekreieren

Alter Hut? Gute Idee? 🙂