Die Wurst

Wer’s noch noch nie getan hat: bitte unbedingt mal ein Wurstmikro probieren (Begriff und Technik gehen auf Moses Schneider zurück).

Prinzip ist einfach: ein Mikro, das sich das komplette Drumkit “von innen” reinzieht. Kanal wird sehr hart komprimiert und dann dem Rest zugemischt.

Gestern mal wieder probiert, wie siehe Bilder. Neben dem ganzen netten Schmutz super Hihat- und Teppichsounds. Eigentlich das bessere Overhead. Behalte ich erst mal so bei. :)

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Das HASE-Prinzip

Das Prinzip Hase

Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?

Moderne Mischpulte sind klasse. Tausende Möglichkeiten, alles kann von D über C nach A geschickt werden, Effekte noch- und nöcher, EQs, die andere EQs eqn und Kompressoren die Kompressoren komprimieren. Aber muss es wirklich immer so kompliziert sein? Sollte es das? Kannst Du Dein Routing überhaupt noch ohne Zettel, bzw. die “METERS”- oder “ROUTING”-Page nachvollziehen? Weißt Du noch, welches Mikrofon in welches Submulti eingestöpselt ist? Weißt Du welcher Kanal von Subsnake 3 in welchen Steckplatz vom eigentlichen Multicore gehört? Welcher Kanal liegt im Mischpult eigentlich an Kanal 1 an? Wohin geht der Gesangskanal eigentlich? Zur Summe? Zu einer Subgruppe? Zu einer zweiten Subgruppe? Mehreres? Hast Du eigentlich noch “normale” Kompressoren und Gates laufen, oder wird alles von irgendwoher ferngesteuert? Auf welchen DCAs liegen die Gitarren? Und der Gesang? Und der Backgroundgesang? Und der parallel- komprimierte ✭-Gesang? Wo war noch mal der Return von Hall2? Und wieso war der Output von IEM6 verzögert?

Kannst Du alle diese Fragen AUSWENDIG beantworten? Respekt und Super! Kannst Du das auch noch, wenn nach dem Einzähler zum Showbeginn auf einmal kein Gesang mehr zu hören ist und Dich 4 Musiker und etliche Dutzend (Tausend) Gäste eine schnelle Antwort fordernd anstarren? Und vor allem, wie erklärst Du das alles dem Mischer der Vorband?

Falls die Antwort: “ÄHM…” ist: hier ein Tip:

Halte Alles Super Einfach.

Klingt doch besser als KISS 😉

Das Shure Beta 91

Hey,

habe vor ein paar Tagen einen Gastartikel für das Blog von meinem guten (virtuellen) Freund Jon geschrieben.

Es dreht sich um das wunderschöne Kick-Drum-Mic Shure Beta 91.

Wer Interesse hat, kann sich ja mal dorthin begeben:

http://smart2noise.blogspot.de/2013/05/mic-week-part-5-shure-beta-91.html

(das Blog und der Podcast da sind sowieso voll von guten Informationen, EMPFEHLUNG :))

23 Fragen für Live-Gitarristen

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Kennst Du das? Die anderen Bands klingen viel dicker als die eigene, irgendwie laufen immer die gleichen Sachen schief? Im Proberaum klappt alles top, und irgendwie klang man da auch besser oder – noch schlimmer – “anders” ? Auf der Bühne ist aber jetzt alles irgendwie komisch?

Ich werde in Zukunft in loser Folge immer mal ein paar Fragen für Bühnenanfänger (und Musiker die immer wieder die gleichen Sachen ungeschickt anpacken :)) hier posten, die helfen können, den Sound der Band zu verbessern.Fangen wir mal an mit den Elektrogitarristen. Wie auch im Buch: bitte bei den Ja/Nein-Fragen auch mal drüber nachdenken, warum die Antwort so ausfällt – und mal ein “Warum?” oder “Warum eigentlich nicht?” hinterherfragen 🙂

Hast Du Deinen eigenen Amp dabei oder nutzt Du einen anderen?

Kennst Du den Amp und seine Einstellmöglichkeiten?

Weißt Du wie (und an welche Speaker) Du den Amp anschließen kannst?

Hast Du Deinen Bühnensound passend zur Location eingestellt?

Wie ist die Ausrichtung der Box?

Ist diese Ausrichtung gut für den Bühnensound?

Ist diese Ausrichtung gut fürs Publikum?

Hast Du Ersatzsaiten dabei?

Hast Du eine Ersatzgitarre dabei (oder Dich vor dem Auftritt um eine Leihgitarre bemüht) ?

Stimmt das Tuning der Leihgitarre?

Hast Du Ersatzkabel dabei?

Hast Du frische Batterien (oder Netzteile) für Effektgeräte, Sender etc.?

Passen Deine Sounds (Patches, Kanäle) von der Lautstärke her oder gibt es (zu) große Unterschiede?

Ist das Gain zu weit aufgerissen (für eine Abnahme) ?

Wird die Gitarre mit einem Mikrofon abgenommen?

Schickst Du dem Mischer (zusätzlich) ein DI-Signal?

Stimmt der Effektanteil Deiner Sounds?

Welche Sounds bietest Du dem Mischer beim Soundcheck an? Warum?

Weißt Du, was Du zur Orientierung auf dem Monitor brauchst?

Änderst Du nach dem Soundcheck Einstellungen am Amp wie Lautstärke, Klangregelung?

Spielst Du in Ansagen hinein?

Spielst Du Deine Parts am Rande Deiner Fähigkeiten, oder lässt Du noch Luft nach oben?

Wieviel Raum für Improvisation hast Du?

 

Welche Fragen fehlen noch?